Dachkonstruktion Sony Center Berlin

Vom internationalen Stararchitekten Helmut Jahn entworfen, zählt das Sony Center am Potsdamer Platz heute zu einer der Hauptattraktionen Berlins. Das gesamte Ensemble besticht durch transparentes Design, raffinierte Lichtreflexionen und Lichtbrechungen. Im Zentrum des Gebäudekomplexes bietet ein ovales Forum ganzjährig eine natürliche Atmosphäre.

Einzigartig ist auch die Verbindung zwischen Historie und Moderne: die noch erhaltenen Prachtsäle des einstigen Luxushotels Esplanade wurden vom ursprünglichen Standort verschoben und in den Komplex integriert.

Das i-Tüpfelchen des Sony Centers ist jedoch die spektakuläre Dachkonstruktion aus Stahl, Glas und hellen, Teflon-beschichteten, Stoffbahnen. Mit einer Höhe von 67 Metern über dem Forum hat das Dach eine freie Spannweite von 102 Metern Länge auf der Hauptachse und 77 Metern Länge auf den Nebenachsen. Insgesamt wird eine Fläche von mehr als 5.250 qm überspannt. Für die Stahlkonstruktion wurden etwa 520 Tonnen feuerverzinkter Stahl für den Ringbalken sowie zusätzlich 100 Tonnen für die Luftstütze verarbeitet. Das Gewicht des Sicherheitsglases beträgt 105 Tonnen, die sicher in der Stahlkonstruktion gelagert sind.

Die Dach-Illumination setzte der Pariser Lichtkünstler Yann Kersalé um. Am Abend beginnt das Licht-Schauspiel mit weißem Licht, das den Tag länger werden lässt. Bei Einbruch der Dunkelheit wechselt das Dach die Farben von Cyan bis Magenta, um den Sonnenuntergang darzustellen. Eine Sequenz dieses fließenden Farbenspiels dauert etwa 21 Sekunden und wiederholt sich ohne Unterbrechung bis spät in die Nacht.

 

Foto: © Kerrick