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Perfekte Schale

Wer in Wenningstedt bei „Gosch“ auf der Terrasse sitzt, der will sich den Matjes nicht vom Teller wehen lassen und keinen Sand in den Garnelen haben. Der will ganz entspannt die frische Seeluft genießen. In diesem extrem korrosiven maritimen Klima hat ein hochwertiger und nachhaltiger Schutz der Stahl- bzw. Aluminium-Bauteile größte Bedeutung. Die Handewitter KODO Stahl- und Metallbau GmbH und ZINKPOWER Neumünster GmbH & Co. KG waren sowohl beim Bau des markanten Fischrestaurants die ausführenden Metallbauer und der Korrosionsschutzbetrieb, als auch beim Anbau des Außenpavillon. Dieser bewahrt die Gäste vor allzu rauem Klima, die zweifach Pulverbeschichtung mit dem ZINKPOWER® Coating Premium System schützt die feuerverzinkten Bauteile.

Weit wie eine Muschel öffnet sich das spektakuläre Gebäude des Sylter Architekturbüros Schlums+Franzen zum Meer. 2012 war der Neubau des populären Sylter Restaurants „Gosch am Kliff“ eröffnet worden, das sich auch durch die grasbedeckten Dachflächen harmonisch in die Dünenlandschaft einfügt. 2015 wurde ein filigraner Pavillon mit integrierten Pergolamarkisen angebaut. Was so leicht wirkt, ist tief verankert: Bis über zwei Geschosse hinweg ragen die tragenden Stahlbauelemente tief in den Dünensand. Für die Verglasung und die Pergola-Markisen wurden Aluminiumprofile verwendet.

Montiert wurde „in einem sehr engen slot“, erinnert sich KODO-Geschäftsführer Klaus-Martin Konrad – und in „Mistwetter“. Er ist hochzufrieden: „Das Ergebnis ist bestechend.“ Sein Unternehmen und ZINKPOWER Neumünster, hier wurden beide Male die Bauteile feuerverzinkt und pulverbeschichtet, trennen nur etwa 100 Kilometer und verbindet eine jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Für extreme Bedingungen wie auf Sylt bietet die ZINKPOWER Gruppe das „ZINKPOWER Coating Premium“ System an: Die Stahlteile wurden nach DIN EN ISO 1461 feuerverzinkt, chemisch vorbehandelt, anschließend im Zweischicht-System zunächst mit Epoxidharz-Pulverlack grundiert und in einem zweiten Beschichtungsvorgang mit einem witterungsbeständigem Polyester-Pulverlack als Deckschicht, in diesem Fall in den Farbtönen RAL 7048 und RAL 3020, pulverbeschichtet. Insgesamt erreicht dieses Korrosionsschutzsystem eine Schichtdicke von etwa 260-300 µm und erfüllt die Korrosivitätskategorie C5-M.

Die verbauten Aluminium-Teile wurden zudem gemäß den Qualitätsrichtlinien der GSB-International KG voranodisiert: Dabei wird in einem modifizierten Eloxalverfahren eine 5 - 8µm starke, offenporige Aluminiumoxidschicht erzeugt, die einen guten Haftgrund für die anschließende Pulverbeschichtung bietet und im maritimen Klima eine Unterwanderung der Beschichtung durch die sogenannte Filiformkorrosion verhindert.

Immer häufiger ließen Kunden Stahlelemente nach dem Feuerverzinken individualisieren und werksseitig nach Farbwunsch noch pulverbeschichten, sagt ZINKPOWER-Werksleiter Jürgen Hohnstein. Bei der Beschichtung gehe der Trend zu seidenglänzenden, matten, oder auch in der Oberfläche strukturierten Lacken, die den Bauteilen eine sehr wertig erscheinende Optik verleihen. Sowohl Jürgen Hohnstein als auch Klaus-Martin Konrad haben schon den Blick aus dem neuen Pavillon aufs Meer genossen und sich über die gelungene Konstruktion gefreut.

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© Lars Neugebauer