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Alles bedacht

Die Elbphilharmonie, Hamburgs aufregendes neues Wahrzeichen, ist inzwischen weltweit bekannt und wird schon jetzt in einem Atemzug mit dem Eiffelturm oder dem Opernhaus in Sydney genannt. Die ZINKPOWER Gruppe hat den Korrosionsschutz für die aufsehenerregende Dachbekleidung ausgeführt.

Außergewöhnliche Lage, innovative Architektur und hervorragende Akustik werden vereint in Hamburgs neuestem Konzerthaus. Die Elbphilharmonie lässt im Zusammenspiel mit der historischen Speicherstadt ein Gebäudeensemble mit einzigartiger Wirkung entstehen. Die 6000 Quadratmeter große Dacheindeckung wurde vom badischen Dach- und Fassadenspezialist Wittenauer GmbH geplant, gefertigt und montiert. An der westlichen Spitze der Hafen-City mitten in der Elbe gelegen, erfordert der Standort der Elbphilharmonie ein Korrosionsschutzsystem, das die klimatischen Bedingungen der Korrosivitätskategorie C5 erfüllen kann.

Feuerverzinkte Stahlteile sind auch in dieser exponierten Lage effektiv und nachhaltig vor Korrosion geschützt. Firma Wittenauer verließ sich auf ihren langjährigen Feuerverzinker ZINKPOWER Lahr und wählte auch für den Korrosionsschutz und die farblichen Gestaltung der Aluminium-Pailletten ein weiteres Unternehmen der Gruppe aus: ZINKPOWER Neumünster. „Die beiden Firmen waren für uns die perfekten Partner. Jede unserer Fragen in Bezug auf den Korrosionsschutz wurde fundiert beantwortet und auf die Qualität konnten wir uns hundert prozentig verlassen. Dazu noch die Nähe zu unserer eigenen Fertigung sowie zur Baustelle in Hamburg, das war natürlich das Tüpfelchen auf dem i.“, so Bianca Wittenauer, die als Architektin aus dem Planungsteam das Projekt von Anfang an mit betreute.

Die außergewöhnliche Dachsilhouette wird auch als die „fünfte Fassade“ bezeichnet. Insgesamt acht konkave Teilflächen türmen sich von 78 bis 102 Meter zu einer großen Welle auf. Dabei werden Neigungen von bis zu 57 Grad erreicht. Die abschließende Sichtebene aus weißen gelochten Pailletten sorgt dafür, dass die Dachbekleidung aus der Ferne betrachtet wie eine Wasseroberfläche flimmert. Kaum eine der 8.359 aus Aluminium gefertigten Pailletten gleicht dabei einer anderen. Um der Dachform folgen zu können wurden sie nahezu individuell nach Vorgabe der Architekten geplant und hergestellt. Beim Korrosionsschutz der Pailletten wurde alles bedacht. Zunächst wurden sie gemäß den Qualitätsrichtlinien der GSB-International e.V. voranodisiert, im Anschluss pulverbeschichtet. Für die Beschichtung in RAL 9016 kam ein GSB zugelassener HWF Pulverlack zum Einsatz, der auch extremen UV-Belastungen über lange Zeit standhält.

Über die Laufzeit von fünf Jahren verzinkten, eloxierten und beschichteten die Teams von ZINKPOWER Lahr und ZINKPOWER Neumünster die Einzelteile.

ZINKPOWER Lahr

ZINKPOWER Neumünster

© Thies Raetzke, Michael Zapf, Oliver Heissner, Bianca Wittenauer